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Werbung mit Rennfahrer David Coulthard gesperrt, weil sie zu rücksichtslosem Fahren ermutige

Der Clip wirbt für Avivas „Drive App“, die sicheres Fahren belohnt

In einer Werbung der Versicherungsgesellschaft Aviva sieht man den ehemaligen Formel-1-Fahrer David Coulthard, wie er als Taxifahrer verkleidet seinen Passagieren einen Schrecken einjagt. Man sieht eine wilde Stuntfahrt inklusive Sprung, Fahrt auf zwei Rädern, Kurvenreissen – und das natürlich möglichst knapp an den anderen Verkehrteilnehmern vorbei.

Die Werbung soll diesen Fahrstil allerdings nicht unterstützen. Im Gegenteil: Sie gilt Avivas „Drive App“, die ihre Versicherten mit Prämienverbilligungen belohnt, wenn sie anständig fahren. So heisst es am Schluss der Werbung: „Paying for other peoples‘ bad driving. There’s no excuse for that. At Aviva safer drivers could save an average of £170 on our car insurance.“ („Zahlen für das schlechte Fahrverhalten von anderen. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Bei Aviva können sicherere Fahrer durchschnittlich 170 Pfund bei der Autoversicherung sparen.“)

Obwohl das Ziel der Werbung war, zu einem sicheren Fahrstil zu ermutigen, wurde sie gesperrt. Die Advertising Standarts Authority (ASA) bekam seit Beginn der Ausstrahlung der Werbung zu Beginn des Jahres über 50 Beschwerden. Der Clip würde zu rücksichtslosem und leichtsinnigem Fahren animieren. Weder die Tatsache, dass Coulthard ein erfahrener Rennfahrer ist, noch die Warnung, es sei unter kontrollierten Bedingungen gedreht worden, reichten anscheinend aus. Die Warnung werde vom Fahrstil des Briten überschattet, sagt die ASA.

Aviva ist enttäuscht vom Urteil, das auch wirklich absurd ist, wenn man bedenkt, was Stuntleute in Actionfilmen leisten müssen. Die Firma erkennt aber an, dass die Werbung aus Sicht einiger Zuschauer die falsche Botschaft aussenden könnte. Bis Ende Monat wird noch eine gekürzte Fassung ausgestrahlt, in der die extremsten Stunts ausgelassen werden.

Quellen: Aviva, ASA, Daily Mail, iNews

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