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Hollywood bricht sein Schweigen zu Harvey Weinstein

Viele Prominente der Traumfabrik äussern sich zum Harvey-Weinstein-Skandal

Harvey Weinstein steht im Moment ziemlich alleine da. Letzte Woche veröffentlichte die New York Times ein Exposé, dass die zahlreichen Fälle der sexuellen Belästigung aufdeckte. Der einflussreiche Hollywoodproduzent Weinstein habe sich des Öfteren vor jungen Schauspielerinnen entblösst und sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in sein Haus gelockt. Mitarbeiterinnen der Weinstein Company soll er ebenfalls sexuell belästigt haben. Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren soll er seine Machtposition schamlos ausgenutzt haben.

Nun sind weitere Informationen zu der Affäre publik geworden. Harvey Weinstein schrieb am Wochenende eine Email an Studiobosse und Hollywoodagenten, in welcher er förmlich um ihre Unterstützung bettelte. Er forderte dazu auf, ihm Zeit für Therapie zu geben und ihn gleichzeitig von den Anschuldigungen zu entlasten. Die New York Times veröffentlichte die brisante Email am Montag. „Ich könnte eure Unterstützung wirklich gebrauchen oder einfach eure Ehrlichkeit, wenn ihr mich nicht unterstützen könnt“, schreibt der 65-jährige.

Nachdem die Schauspielerin Rose McGowan die Frauen Hollywoods aufgefordert hatte, ihr Schweigen zu brechen, kamen viele ihrem Wunsch nach. Unter anderem äusserten sich Kate Winslet, Glenn Close, Kathie Lee Gifford und Meryl Streep. Winslet bedauerte, was passiert war und sagte, dass sie gehofft habe, dass es sich nur um Gerüchte handeln würde. „Wir sind wohl alle ein bisschen naiv gewesen…“, schreibt sie. Des Weiteren möchte sie Schauspielerinnen ermutigen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Hollywoodlegende Meryl Streep, die Harvey Weinstein einst „Gott“ nannte, zeigt sich ebenfalls geschockt. „Die furchtlosen Frauen, die ihre Stimmen erhoben haben, um diesen Missbrauch zu enthüllen, sind unsere Heldinnen“, schreibt sie in einem Statement.

Auch Late-Night-Talker Jimmy Kimmel kritisierte Harvey Weinstein und machte sich dabei gleichzeitig noch über Donald Trump lustig. In einem Twitterkrieg stichelte er gegen den Präsidenten. Das berüchtigte „Grab-them-by-the-pussy“- Video, das genau vor einem Jahr ans Licht kam, würde sein Jubiläum feiern, witzelte er.

Trump tweetete wie immer, dass die Showbranche ja sowieso gegen ihn sei und, dass Kimmel’s Material unlustig und repetitiv sei. Kimmel konterte gekonnt: „Guter Punkt, Herr Präsident. Sie sollten diesen langweiligen Job künden, sie können meine Show ganz für sich alleine haben.“

Quellen: NYT/Spiegel/Jimmy Kimmel YouTube

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